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Der Hund des Hauses ? (Hundebaby-thread)

flying_teapot 16.09.2007 - 02:56 35693 231 Thread rating
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XeroXs

doh
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Sodala.. muss ein wenig zurückspulen:

Nachdem die Entscheidung getroffen wurde dass es einer der Entlebucher wird hatte meine bessere Hälfte eine kleine "Hundekrise", und wir sind wieder ein paar Meter zurückgegangen - genaugenommen sind wir bei der Züchterin zurückgetreten (war früh genug, so dass die Züchterin das ganz entspannt gesehen hat gsd..). Nicht ganz so entspannt war mein Junior, hats aber prinzipiell ganz gut aufgenommen und verstanden.

Wir wollten uns dann noch besser informieren, v.a. in Bezug auf "Aufzucht" eines Welpen innerhalb der Familie - wuselt ja doch ganz schön bei uns, und wir wollen halt auch keinen total überdrehten Hund am Ende des Tages. Nach einem sehr intensiven Gespräch mit einem nahen Hundetrainer haben wir eine neue Strategie entwickelt.. Tierheim. Damit überspringen wir für den Erst-Hund die Welpenzeit, und danach die Pupertät.. klingt jetzt garnicht so blöd :/ auch wenns natürlich süss wäre.

Der Züchter war ja eigentlich immer nur Thema weil wir geglaubt haben dass wir da besser wissen "was wir bekommen".. das hat uns jetzt sowohl der Trainer als auch mehrere Tierheime ausgeredet... und somit sind wir beim Tierheimhund - natürlich kein klassischer "Kandidat", sondern ein Familientauglicher.. großer Vorteil: Man kann ihn langsam kennenlernen, testweise in die Familie integrieren.. und wenns nicht klappt kann man ihn notfalls zurückgeben. Einziges "Problem" - wenn man sich da Zeit lasst (was wir definitiv machen), dann kann "der" Hund den man gerne hätte halt auch mal einfach weg sein, weil jemand anderer schneller war.. das ist halt Teil des Spiels.. aber dann müssen wir halt weiter suchen.

Erste Kandidatin: Lena (5 Jahre alte Labrador-Dame)
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Ganz eine liebe, ruhige.. etwas fadenscheinig ist für mich der Grund warum sie angeblich abgegeben wurde, da hoffe ich dass ich noch mehr erfahre...
Bearbeitet von XeroXs am 24.06.2019, 09:13

22zaphod22

chocolate jesus
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1. ein Tierheimhund ist besser als kein Hund ...

wie alt sind deine Kinder ? wenn unter 10 dann ist das für sie etwas unvorstellbar schönes einen Welpen zu haben ... den prägst du auch auf deine Familie ... wenn ihr minimal strukturiert seid (und das nehme ich bei 3 kindern an) ist die Gefahr dass du dir einen "überdrehten" Hund "machst" annähernd 0 ... und der Hund passt sich zu 100% an euer Leben an ... wenn ihr oft Besuch habt wird er das so als "normal" erleben und es toll finden ... einen unentspannten Hund hast eher wenn ihm fad ist ... wenn nichts passiert ... wenn da (strukturierte) Action ist tut das einem Hund eher gut ... das sind eigentlich recht simple Wesen die darauf gezüchtet wurden sich dem Menschen anzupassen ... wenn er da im Rudel mitmachen darf ist alles 100% ok

es ist mal die ersten max 3-4 Wochen VIELLEICHT mehr Chaos als einen "fertigen" / älteren zu nehmen und Hundeschule kostet ein wenig Zeit und Geld aber imho verpasst man da schon einiges

2. ist halt eine Lotterie ... einen 5jährigen Hund kannst nur noch bedingt prägen und der lebt halt "nur noch" wenn's schlecht läuft 3-5 oder wenn's "gut" läuft 5-7 Jahre ... Labradore (große Hunde) werden selten deutlich älter als 10J ...

3. >5J ist auch der Zeitraum wo die meisten gesundheitlichen Probleme bei einem Köter dann anfangen

4. Was dir die Tierheime sagen ist auch so eine Geschichte (ich finde es ja toll dass es die gibt aber die Leute die dort arbeiten haben oft sehr eigene Meinungen und Einstellungen und gelegentlich schwer einen an der Waffel) ... und das mit dem "zurückgeben" kann ein Drama werden und eine Belastung ... ich kann mir das gar nicht vorstellen ...

es ist letztendlich eure Entscheidung aber die Panik wegen einem Welpen brauchst echt nicht haben ... das bisserl Mehraufwand am Anfang kompensiert der Kleine locker mit viel Spaß und Zuneigung

Wenn deine Kids noch in die (Volks)Schule oder Kindergarten gehen einfach mit dem Hund die Kinder in der Früh hinbringen ... so früh wie möglich ... das gewöhnt den Hund an Kinder, viele Gerüche und viele Menschen ... und du hast eine Runde Gassi-gehen erledigt ... Kinder sind spitze weil die schenken ihm Aufmerksamkeit ... er hat keine Probleme irgendwo angegriffen oder "zwangsgeknuddelt" zu werden (was wahnsinnig wichtig ist imho)

meiner LIEBT ALLE Menschen ... sogar den / die Postler ... wenn er ein gelbes Auto sieht MUSS er hin ...

ihr habt 3 Kinder aufgezogen ... einen Welpen macht ihr mit links ... da würde ich mir keine Sorgen machen ...

und auch die Tiertrainer nehmen sich alle viel zu wichtig ... wenn du nicht ein "Werkzeug-Tier" haben willst für Sport oder Hobby (Ausnahme sind Rassen die tatsächlich genetisch gewisse Aktivitäten wie Laufen, Jagen, usw. brauchen - aber die nimmt man sich nicht als "Familienhund") kriegst du einen Hund auch sogar komplett ohne Schule / Trainer hin ... wir haben am Anfang das Minimum gemacht ... Rest selbst ... mit anderen Tieren beim Gassigehen sozialisiert ...
Bearbeitet von 22zaphod22 am 24.06.2019, 10:31

vb3rzm

Big d00d
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Mein Hundetrainer machte den Vorschlag zuerst nur eine Leine zu kaufen und mit der 14 Tage beginnend um 6 Uhr 4 x täglich mindestens bei jedem Wetter spazieren zu gehen. Wenn deine Kinder da mitmachen, dann wirst du dich nicht alleine um den Hund kümmern müssen. Ich hatte mich leider schon vorher zum Hund überreden lassen.

XeroXs

doh
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Geile Idee, aber ich will ihn schon selber, insofern hinfällig.. und zum alleine Spatzieren gehen sind sie sowieso zu klein.

@zaphod: I mach mir da eh keine Sorgen, aber i bin halt a ned allein mit ihm und den Kids alleine.. insofern is das schon OK für mich wenn man den Weg abändert. Bzgl Alter is halt ein Pro/Contra, natürlich hat man früher ein Drama, dafür kann man dann entscheiden ob man dann bereit für einen Welpen ist.

22zaphod22

chocolate jesus
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aus der erfahrung mit einem erwachsenen hund jetzt wirst du keine (0,0) informationen erhalten ob du danach "bereit" bist für einen welpen ... ob du noch einen weiteren hund willst ... ja ...

ich mag dir nix einreden aber aus eigener erfahrung kann ich dir sagen als mein labrador hr. rossi letzten mai gestorben ist haben wir (quasi sofort) einen welpen geholt (auch weil der zeitraum perfekt war mit ferien vor der tür und stubenrein kriegt man sie am einfachsten im sommer) ... hab ich ja schon 2 mal erfolgreich hinter mich gebracht im leben dachte ich ... kein problem dachte ... war sehr überrascht was ich alles vergessen hatte ... und ich hab den hr. rossi in wien aufgezogen ohne garten ... aus einer wohnung ...

der schritt von alter hund zu junger hund ist sehr groß ... und dann sind noch die rassen unterschiedlich und dann noch die persönlichkeit von hund zu hund ...

wir waren so richtig überrascht wie anders es plötzlich war einen welpen zu hause zu haben ...

aber ich bin da auch komisch ... ich "traue" den tierheimviechern nicht ... schon gar nicht mit meinem kind ... ich kenne das von meinem besten freund ... die hatten über die letzten 20 jahre viele putzige hunderl aus dem tierheim ... von groß bis klein ... von "kein platz" bis "problemhund der vom vorbesitzer misshandelt wurde und sich dann revanchiert hat" (mit dem hab ich in kanada 2 wochen mein bett & essen geteilt) waren eigentlich alles gute hunde aber da war jeder erwachsen und hat jedesmal seine eigenheiten mitgebracht ... der will das nicht ... der macht das so ... den darfst da nicht angreifen ... etc. ... da musst du dich dann anpassen ...

ich dreh meinem hund alles was mir nicht passt (mit den richtigen methoden und manchmal einer riesen portion geduld) ab ... der wird geknuddelt, verwöhnt und geliebt ... darf fast alles ... aber ist am untersten ende der hackordnung ohne wenn und aber ... und launen und eigenheiten die unseren ablauf / leben stören kannst bei einem welpen im keim ersticken und seine energie / aufmerksamkeit wo anders hin steuern ...

creative2k

Phase 2
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@Tierheim: Ich denke das ist echt eine gute Idee, wenn man den passenden Hund findet. Es gibt so viele Hunde, welche auch abgegeben werden weil der Besitzer verstorben ist oder einfach ausgesetzt wurden etc. mir tun die unendlich leid. Also ich denke (auch wenn ein Welpe schön ist, aber auch anstregend), wenn du für deinen neuen "Lebenspartner" die Rettung aus einer aussichtslosen Situation bist, ist das was wunderbares.

Ich darf eh nicht so viel drüber nachdenken mir tun die Tierheimhunde einfach leid, ich denk mir das immer wieder, dass so viele abgegeben werden und kein liebevolles zuhause haben :(

Aber klar, je nach alter kauft man halt auch "Probleme" (Gesundheitlich oder erzieherisch) mit.

XeroXs

doh
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Zitat aus einem Post von 22zaphod22
... von "kein platz" bis "problemhund der vom vorbesitzer misshandelt wurde und sich dann revanchiert hat" (mit dem hab ich in kanada 2 wochen mein bett & essen geteilt) waren eigentlich alles gute hunde aber da war jeder erwachsen und hat jedesmal seine eigenheiten mitgebracht ...

Naja, solche Hunde kommen eh nicht in Frage.. mein Eindruck (hab jetzt 3 Tierheime besucht) ist dass sie eigentlich ganz gut wissen wo der Hund herkommt und warum er abgegeben wurde.. man muss zwar etwas filtern weil sie natürlich die Hunde schon loswerden wollen, aber prinzipiell wird man da gut beraten denke ich. Wir würden uns auch noch extern von einem Experten Hilfe holen, der das noch einmal abklärt und abtestet..
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